Neues Mietgesetz für Wohnungen: Was sich ändert und wie Sie sich als Vermieter schützen
Der Mietmarkt in Kroatien bewegt sich seit Jahren zwischen zwei Extremen – steigender Nachfrage und hinterherhinkender Regulierung. Das neue Gesetz über die Wohnungsmiete, das am 2025 in Kraft tritt, versucht, mit der Realität eines Marktes Schritt zu halten, der sich in fünf Jahren mehr verändert hat als in den dreißig Jahren davor.
Wohnungseigentümer und Mieter lebten jahrelang in einer Grauzone – ungeregelte Verträge, Barzahlungen, Untermieter ohne Schutz und Vermieter ohne Zahlungssicherheit. Das neue Gesetz will dieser Improvisation ein Ende setzen. Es führt die obligatorische Schriftform für Mietverträge ein, die Anmeldung der Vermietung beim Finanzamt erfolgt automatisch, und die Inspektionen erhalten echte Befugnisse.
Für Vermieter bedeutet das vor allem eines: Professionalisierung. Verträge sind nicht mehr eine Frage des Vertrauens, sondern des Gesetzes. Vermieter, die die Anmeldung der Vermietung umgehen, riskieren nicht nur Geldstrafen, sondern auch den Verlust des Anspruchs auf künftige Steuervorteile. Wer hingegen transparent agiert, gewinnt mehr – Sicherheit, die Möglichkeit rechtlichen Schutzes und das Vertrauen des Marktes.
Das Gesetz bringt auch eine Neuerung bei der Miethöhe. Kommunen können künftig Referenzpreise pro Quadratmeter festlegen, um eine Preisexplosion in urbanen Zentren wie Zagreb und Split zu verhindern. Doch das ist ein zweischneidiges Schwert: Zu viel Regulierung kann private Vermieter abschrecken, was das Angebot verringert und dadurch die Preise wiederum in die Höhe treibt.
Am wichtigsten ist: Dieses Gesetz führt die Vermietung in legale Bahnen zurück. Für einen reifenden Markt ist das ein zivilisatorischer Fortschritt. Und für Eigentümer ist es eine Aufforderung, ihr Vermögen endlich als Investition zu verwalten und nicht als „Zimmer auf dem Papier“. Imperium Immobiliare sieht darin eine neue Welle der Professionalisierung des Marktes, die langfristig die Stabilität und das Vertrauen bringen wird, nach denen der Markt seit Jahren verlangt.